Lademodi für Elektrofahrzeuge
IEC 61851-1 definiert vier Lademodi.
Modus 1Beim Laden im Modus 1 wird ein Elektrofahrzeug an ein Wechselstromnetz angeschlossen, indem der Standardstecker des EV-Ladekabelsatzes in eine Standardsteckdose gesteckt und so das Elektrofahrzeug aufgeladen wird.
Modus 1 erfordert keine Steuerpilotfunktion und der elektrische Anschluss benötigt keine Hilfskontakte.
Die in der IEC 61851-1 für Modus 1 angegebenen Ladeparameter dürfen folgende Werte nicht überschreiten:
Die in der IEC 61851-1 für Modus 1 angegebenen Ladeparameter dürfen folgende Werte nicht überschreiten:
● 16 A/250 V, einphasiger Wechselstrom
● 16 A/480 V, dreiphasiger Wechselstrom

Modus 1 nutzt direkt das private Stromverteilungsnetz, daher hängen die maximalen Parameter in der Praxis von den Kapazitätsbestimmungen des privaten Stromverteilungsnetzes des jeweiligen Landes ab.
Obwohl Mode 1 keine Änderungen am bestehenden Stromverteilungsnetz erfordert und somit komfortabel und flexibel ist, könnte die weitverbreitete Nutzung von Mode 1 die Belastung des Stromnetzes erheblich erhöhen, die Netzstabilität beeinträchtigen und Brandgefahr bergen. Daher verbieten viele Länder das Laden nach Mode 1 direkt (wie die USA, Großbritannien und Singapur) oder verhängen zusätzliche Beschränkungen wie die Begrenzung von Ladestrom oder Ladezeit (wie Frankreich, Dänemark und andere kontinentaleuropäische Länder).
Modus 2
Beim Laden im Modus 2 handelt es sich um ein Ladekabel mit einem Standardstecker an einem Ende, der in eine Standardsteckdose eingesteckt wird, um eine Verbindung zum Wechselstromnetz herzustellen, und einem Anschluss am anderen Ende (Fahrzeugseite). Das Ladekabel enthält in der Mitte eine integrierte Steuer- und Schutzeinrichtung (IC-CPD oder ICCB).
Die im Kabel integrierte Steuerbox bietet die in IEC 61851 festgelegte Steuerpilotfunktion und erfüllt die elektrischen Schutzanforderungen der IEC 62752.
Das Ladekabel für Mode 2 muss über eine Pilotfunktion und eine Schutzerdung verfügen, wofür mindestens drei Zusatzleitungen erforderlich sind. Daher verfügen die meisten gängigen einphasigen AC-Ladeanschlüsse über mindestens fünf Pins (zwei Pins für Ladeleiter, zwei für die Pilotfunktion und einen für die Schutzerdung). Dreiphasige AC-Ladeanschlüsse verfügen typischerweise über sieben Pins (vier Pins für dreiphasige vieradrige Ladeleiter, zwei für die Pilotfunktion und einen für die Schutzerdung). In vielen Regionen sind dreiphasige und einphasige Ladeanschlüsse austauschbar und verwenden eine siebenpolige Konfiguration, wobei beim einphasigen Laden zwei Phasenleitungen ungenutzt bleiben. Weitere Informationen finden Sie in meinem anderen Artikel über Standard-Ladeanschlüsse für Elektrofahrzeuge.
Die in der IEC 61851-1 für Mode 2 angegebenen Ladeparameter dürfen folgende Werte nicht überschreiten:
● 32 A/250 V, einphasiger Wechselstrom
● 32 A/480 V, dreiphasiger Wechselstrom
Modus 3
Beim AC-Laden im Modus 3 ist die Ladestation permanent mit dem Wechselstromnetz verbunden, wobei die Ladestation die Funktion des Steuerpiloten übernimmt.
Der fahrzeugseitige AC-Ladeanschluss für Modus 3 ist derselbe wie für Modus 2.
Zu den üblichen Spezifikationen für AC-Ladestationen des Modus 3 gehören:
● 7,4 kW (230 V/32 A, einphasig)
● 11 kW (400 V/16 A, dreiphasig)
● 22 kW (400 V/32 A, dreiphasig)
Modus 4
Beim DC-Laden im Modus 4 ist die Ladestation dauerhaft an ein Wechselstrom- oder Gleichstromnetz angeschlossen, wobei die Ladestation die Funktion des Steuerpiloten übernimmt.











